ADVENT, ADVENT

 

das

 

Lichtlein brennt

 

 

 

 

Weihnachtstraum

 

Ich träum im Schein der Kerze

von einer schönen Zeit,

von Liebe unter Menschen

und von Zufriedenheit.

 

Ich träum vom Glück der Kinder,

die froh durchs Leben gehn,

von Eltern, die nie streiten

und zueinander stehn.

 

Ich träum von netten Nachbarn,

die gern auch hilfreich sind,

die nicht die Augen schließen,

und tun, als wär`n sie blind.

 

Ich träum von Fried auf Erden,

Freundschaft statt Feindlichkeit,

dass niemand hungert, frieret

in einer Welt ohn´ Streit.

 

Und als die Kerz´ erloschen,

da seh ich wieder klar,

denn das, wovon ich träumte,

wird niemals werden wahr.

 

 

 

Oft erinnere ich mich jetzt an meine Kindheit,
und diesen Erinnerungen habe ich ein Gedicht gewidmet.

 

Erinnerung

 

Ich bleibe vor der Türe stehn,

kann nicht ins Weihnachtszimmer sehn.

Die Mutter hat´s verschlossen.

Ob ich auch wirklich alles krieg,

all diese Dinge, die ich  lieb,

das denke ich verdrossen.

 

Mein Ohr fest an das Holz gepresst,

ob sich wohl etwas hören lässt?

O nein, es ist ganz stille.

Ich werde in die Küche gehn

und nach den Weihnachtsplätzchen sehn,

sie duften nach Vanille.

 

Wann geht es denn nun endlich los,

wo bleibt das Christkind heute bloß?

Ich kann es kaum erwarten.

Bald die Geduld zu Ende ist,

ob ES mich wirklich nicht vergisst?

Ich schaue in den Garten.

 

Da! Endlich klingt ein Glöckchen hell,

und ich bin sofort auf der Stell,

und eil ins Weihnachtszimmer.

Da liegen nun die schönen Sachen,

die Kindern große Freude machen,

bei trautem Kerzenschimmer.

 

Und vor dem Tannenbaume dann

fängt Papa gleich zu singen an,

die Mutter stimmt mit ein.

Danach sag rasch ich mein Gedicht

erwartungsvoll ist mein Gesicht,

im Weihnachtszauberschein.

 

Dann pack ich die Geschenke aus,

mein altes/neues Puppenhaus,

mit reichlich Innenleben.

Ein Malbuch, dazu Stifte viel,

und ein Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiel,

mehr muss es auch nicht geben.

 

 

Ich spiele dann in aller Ruh`,

und meine Eltern schauen zu

bei einem Gläschen Wein.

Und währends draußen heftig schneit,

genießen wir die Weihnachtszeit,

wo niemand ist allein.

 

So feierlich ist´s jetzt nicht mehr,

die Kinderzeit schon lange her.

Heut geht’s nur ums Kassieren.

Der Sinn von Weihnacht ist dahin,

es zählt Profit und nur Gewinn,

Wie konnte das passieren?

 

 

 


powered by Beepworld